Logistikstandort Herten: Eigentümer entwickeln gemeinsames Nutzungskonzept

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Logistikstandort Herten: Eigentümer entwickeln gemeinsames Nutzungskonzept

Viele Jahrzehnte wurde in Herten eine rund 27 Hektar große Industriefläche entlang der Straße „Im Emscherbruch“ zunächst als Hausmülldeponie und später als Kohlenlager genutzt. Inzwischen sind die Kohlenlager weitgehend abgeräumt, und die Fläche könnte einer neuen Nutzung zugeführt werden. Angesichts der vielfältigen Entwicklungshemmnisse – unter anderem erschweren eine heterogene Eigentümerstruktur, Altlasten, eine Baugrundproblematik und Hochspannungsleitungen die Mobilisierung des Standortes – hat die Stadt Herten sich um die Aufnahme in den Flächenpool NRW beworben. Unter Moderation und Begleitung des Flächenpool NRW haben inzwischen die drei Großeigentümer gemeinsam mit der Stadt Herten ein gemeinsames Nutzungskonzept für die Fläche entwickelt.

Die Hertener Wirtschaftsförderung sieht aufgrund der zentralen Lage im Ruhrgebiet und der aktuellen regionalen Flächenknappheit ein großes Nachfragepotenzial aus der Logistik für das Areal. Die Stadt Herten setzt jetzt alles daran, die Fläche – gegebenenfalls auch mit Unterstützung der Landesregierung – zu entwickeln. 2016 hat das Land NRW sein neues Wasserstraßen-, Hafen- und Logistikkonzept präsentiert. Die Stadt Herten will sich im Zuge dessen als innovativer Standort positionieren. Die Landesregierung ließ 300 größere und grundsätzlich geeignete Logistik-Standorte in Nordrhein-Westfalen untersuchen; der Standort im Industriegebiet Herten-Süd wurde als einer der wenigen großen eigenständigen Logistikstandorte identifiziert.

Die Stadt Herten will gemeinsam mit allen Beteiligten – den Grundstückseigentümern und dem Flächenpool NRW – dazu beitragen, dass die derzeitige Spitzenposition von NRW als eine der bedeutendsten Logistikregionen Europas weiter gesichert und ausgebaut werden kann. Allerdings kann man sich durchaus auch eine Entwicklung des Standorts außerhalb des Logistikbereichs vorstellen. Potenzial hat der Standort – als im Ruhrgebiet immer seltener werdende Industriefläche – allemal.